Windkraft ist keine perfekte Stromquelle, aber…

Veröffentlicht am 26.07.2016 in Kommunalpolitik

Die Aufstellung von Windkraftanlagen bedeutet zweifelsohne einen Eingriff in die Landschaft. Vor allem in Waldgebieten müssen meist breite Wege geschaffen und somit Teile des Waldes abgeholzt werden. Es ist auch nachgewiesen, dass Vögel durch Windräder erschlagen werden. Für die Herstellung werden enorme Mengen an Stahl aus CO2-intensiver Produktion benötigt. Darüber hinaus verwenden manche Hersteller Neodym, dessen Abbau in China unter übelsten Bedingungen erfolgt und katastrophale Umweltzerstörungen verursacht. Problematisch sind auch die Schwankungen in der Energieerzeugung. So werden in stürmischen Zeiten Spitzenwerte erreicht, die das Verbundnetz gar nicht aufnehmen kann.

ABER was sind denn eigentlich die Alternativen zur Windkraft?

Die Folgen des Braunkohleabbaus wurden vor einigen Jahren bei einem Erdrutsch in der Lausitz sichtbar. Wer erinnert sich nicht an das zweigeteilte Haus und den riesigen Krater. In Mannheim gibt es vermutlich nicht erst seit Eröffnung von Block 9 regelmäßig erhöhte Quecksilber- und andere Schadstoffemissionen durch das Steinkohlekraftwerk. Der Blick auf Mannheim wird durch das Kraftwerk übrigens auch nicht schöner. Die Meinung zur Kernenergie ist spätestens seit Fukushima eindeutig. Abgesehen von der Abhängigkeit vom Uran und dessen Abbaubedingungen, wird es sich als unmöglich erweisen, eine sichere Endlagerstätte für radioaktiven Abfall zu finden. Weiteren Atommüll zu produzieren wäre absolut verantwortungslos.

Bei den Alternativen sehen wir die Auswirkungen hier noch nicht direkt, allenfalls spüren wir sie an den zunehmenden Unwettern. Wer aber den Klimawandel nicht leugnet und die Energiewende will, darf auch bei Windenergieanlagen vor der eigenen Haustür nicht grundsätzlich Nein sagen! Man kann immer Gründe finden, weshalb Windräder gerade hier oder dort nicht passen. Und mit Fotomontagen und teilweise falschen Behauptungen Stimmung machen. Aber alleine durch Photovoltaik, Wasserkraft und Biomasse ist die Energiewende leider nicht realisierbar.

Wenn Investoren hier Windräder errichten wollen, werden sie sie detaillierte Prüfungen vornehmen müssen. Erst dann kann auch konkret über Orte, Nabenhöhe und Zufahrtswege diskutiert werden. Überhaupt keine Flächen für Windkraft auszuweisen, würde aber bedeuten, dass Windräder nach Prüfung der Mindestkriterien quasi überall aufgestellt werden dürften.

Auch wenn Windkraft keine perfekte Lösung ist, sind die Alternativen und der Status Quo der Energieerzeugung wesentlich schlimmer. Die SPD Schriesheim steht daher zur Windkraft als Teil der Energiewende, und wir verschließen uns auch nicht davor, diese vor der Haustür zu haben.

Marco Ginal

 

Termine aktuell

Alle Termine öffnen.

26.04.2019, 17:00 Uhr - 19:00 Uhr
Unsere KandidatInnen AnsprechBar

01.05.2019, 12:00 Uhr - 01.05.2019
Maifeier
Es sprechen unser Bundestagsabgeordneter Lothar Binding und unser Ortsvereinsvorsitzender Axel Breinlinger. Die Re …

03.05.2019, 17:00 Uhr - 19:00 Uhr
Unsere KandidatInnen AnsprechBar

06.05.2019, 18:00 Uhr - 20:00 Uhr
Stammtisch der SPD Schriesheim
Wir treffen uns zur Diskussion aktueller politischer Themen in zwangloser Runde. Gäste sind herzlich willkommen.

08.05.2019, 18:00 Uhr
Öffentliche Vorstellung der Kandidaten für den Ortschaftsrat Ursenbach

Alle Termine

Für Schriesheim im Bundestag


Lothar Binding

Für Schriesheim im Landtag


Gerhard Kleinböck

Mitglied werden



Links

 

Jusos-Schriesheim

 

 

SPD-Rhein-Neckar

 

 

websozis