Vor Ort: Windräder in der Region ertragreich

Veröffentlicht am 31.01.2013 in Kommunalpolitik

„An der Bergstraße und im angrenzenden Odenwald lässt sich äußerst ertragreich Strom aus Windkraft erzeugen“, bringt Landtagsabgeordneter Gerhard Kleinböck die wesentliche Er-kenntnis des Vor-Ort-Termins auf den Punkt.

Zahlreiche Bürgerinnen und Bürger - darunter vie-le Schriesheimer und Ursenbacher - hatten das Angebot unsres Landtagsabgeordneten wahr-genommen, sich in Seeheim-Jugenheim ein eigenes Bild von den derzeit viel diskutierten Wind-rädern zu machen. Die über 70 Interessierten erfuhren beeindruckende Zahlen zur Wind-energienutzung in der Region. Micha Jost von der Energiegenossenschaft Starkenburg be-richtete, dass das von ihnen betriebene Windrad jährlich fünf Millionen Kilowattstunden Strom produziert und somit 1.250 Haushalte mit Energie versorgen kann.
Die Rotoren der 3,3 Millionen teuren Anlage drehen sich 6.900 Stunden im Jahr und erzeugen somit 80 Prozent des Jahres Strom. Die klimaschonende Energie der „Guten Ute“ reduziert den CO2-Ausstoß jährlich um 2.800 Tonnen. „Diese Zahlen unterstreichen eindrucksvoll, dass die Windenergienutzung auch in unserer Re-gion sinnvoll ist“, fordert Gerhard Kleinböck mögliche Standorte im Wahlkreis unvoreingenom-men zu prüfen. Die Standortanalyse für Weinheim, die Windexperte Dipl.-Ing. Jürgen Simon den Teilnehmern der Exkursion vorstellte, ergab, dass der Eichelberg zwar die besten Wind-verhältnisse vorzuweisen hat, topografisch jedoch äußerst schwierig zu erschließen ist. Der Planer präferiert in Weinheim daher den Geiersberg. Laut seiner Aussage ähneln die Wind-verhältnisse dort jenen in Seeheim-Jugenheim. Die Wohnbebauung wäre weder von Geräusch-immissionen noch von Schattenwurf betroffen. Sozialdemokrat Gerhard Kleinböck hat klare Vorstellungen was den Betrieb der Windräder in der Region betrifft. „Ich kann die Forderung ‘Wer drauf schaut, soll auch profitierten’ nur un-terstützen“, begrüßt er Überlegungen der Energiegenossenschaften Starkenburg (Heppenheim) und Hohe Waid (Weinheim), mögliche Anlagen im Wahlkreis als Bürgerwindräder zu konzipie-ren. „Dies würde den Energiemarkt demokratisieren und somit den gesellschaftlichen Gewinn nochmals steigern“, wünscht sich Gerhard Kleinböck neben der politischen auch die finan-zielle Bürgerbeteiligung an der Energiewende.