Geht dieser Kelch an uns vorbei?

Veröffentlicht am 06.09.2021 in Pressemitteilungen

Niemanden wird die Flutkatastrophe mit ihren unvorstellbaren, leidvollen Folgen im Rheinland und NRW unberührt gelassen haben, aber sind diese Szenarien auch hier in Schriesheim denkbar.

Zu lange haben wir geglaubt, dass diese Szenarien in die Dritte Welt gehören und das hochtechnisierte Deutschland präventiv gerüstet und Menschenleben kaum in Gefahr ist. Das es jetzt in dieser Wucht unser Land getroffen hat, wirkt auch hier wie ein Brennglas auf das Zusammenspiel unserer Systeme und Ausdruck unseres eher laschen klimapolitischen Handelns in Deutschland. Die Sicherheitsblase ist geplatzt und das ist gut so.

Viele Wissenschaftler haben den Zusammenhang zwischen CO2- Emissionen, globaler Erderwärmung, Ausbremsung von Windströmungen rund um den Globus mit den Folgen von Extremwetterlagen schon lange offensiv und warnend aufgezeigt. Aber die Theorie (was wir wissen) und die Wirklichkeit (was wir tun) klaffen unfassbar weit auseinander. Global denken und hier in Schriesheim lokal handeln, geht das?

Es stellen sich also auch hier Fragen z.B.

  • Wird Klimaschutz, Nachhaltigkeit, Emissionsverbrauch bei allen Projekten, Gebäuden ausreichend mitbedacht?
  • Wie sind die Frühwarnsysteme, der Katastrophenschutz hier vernetzt und ausgebaut?
  • Nicht das Hochwasser ist die Katastrophe, sondern dass wir den Raum für Wasser (Flüsse) immer mehr versiegelt/besiedelt haben. Können übermäßig versiegelte Flächen renaturiert werden? Haben unsere Bäche ausreichend Raum, wenn extreme Niederschläge drohen?
  • Sind alle Bürger und Bürgerinnen ausreichend informiert, welche Warn-Apps sie nutzen sollten und wie sie selbst Vorsorge (Notfallrucksack) treffen können?
  • Ist unsere Feuerwehr so gerüstet, dass sie ihrer Verantwortung gerecht werden kann oder „säuft“ sie gemeinsam mit der Talstraße ab, wenn der Kanzelbach zum reißenden Fluss wird?

Die SPD bekennt sich bundesweit in ihrem Wahlprogramm zur „Menschheitsaufgabe“ die globale Erderwärmung auf möglichst 1,5 Grad Celsius zu begrenzen und ein klimaneutrales Deutschland bis 2045 zu erreichen. Der Ausbau der erneuerbaren Energien, Steigerung der Energieeffizienz, Aufbau von Speichertechnologien und Wasserstoffproduktionen, mehr Elektroautos und Ladesäulen sind nur Teile des Planes dieser Zukunftsmission. Es könnte sein, dass sie das Tempo erhöhen und mehr tun muss, denn die Natur geht mit den Folgen der Erderwärmung kompromisslos ihren eigenen Weg.

Aber nicht nur die Politik sondern auch wir Bürger und Bürgerinnen hier in Schriesheim können lokal handeln; CO2-Emissionen verringern, Versiegelungen aufbrechen oder unsere Ernährung an den Klimazielen anpassen.

Clara Scheepers-Assmus

 

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