Erinnern Sie sich noch?

Veröffentlicht am 06.09.2021 in Pressemitteilungen

Auf der Vorstandssitzung des SPD Ortsvereins Schriesheim vom 21. Juli gab es eine ernste Diskussion aus gegebenem Anlass: Haben wir eine Bedrohung durch den Kanzelbach und den Odenwald, vergleichbar wie im Ahrtal? Neben technischer Vorsorge gegen Flutereignisse wurde auch berichtet, dass es in Risikolagen teilweise nicht möglich sei, Immobilien gegen Elementarschäden zu versichern.

Aber wir hatten schon einmal eine Versicherung in Baden, die gegen praktisch alle Risiken die Immobilie versicherte: Brand, Blitzschlag, Explosion, Flugzeugabsturz, Sturm, Hagel, Hochwasser, Überschwemmung, Schneelast, Lawinen, Bergsturz, Erdrutsch und Erdbeben. Weil alle in derselben Versicherung drin sein mussten, betrug die jährliche Versicherungsprämie ca. 0,035 % des versicherten Wertes. Nur. In Worten:  ein Einfamilienhaus im Wert von 750.000 € hätte jährlich 262,50 € Versicherungsprämie gekostet. Weil wir in Schriesheim für die Schneelastschäden im Hotzenwald eintraten, die Schwarzwälder für die Überschwemmungen im Kinzigtal und die Kaiserstühler für die Erdbebenschäden in Ladenburg. Und ab 1951/52 dann flächendeckend die Württemberger für die Badener und umgekehrt.

Vorbei!  Mit dem 1. Juli 1994 griff die Richtlinie 73 /239/ EWG, die mit Art .4 zwang, auch die Badische und die Württembergische Gebäudeversicherungsanstalt  als verpflichtende Monopolversicherung aufzulösen und dem freien (europäischen) Markt der Privatversicherungen zu öffnen.  Auf diesem freien Markt bin ich persönlich mittlerweile von der Sparkassenversicherung (als Nachfolgerin der irgendwie aufgelösten öffentlich-rechtlichen Anstalt), weil diese nach einer Schamfrist zu teuer wurde, bei einem privaten Versicherer gelandet. Und habe mit nicht allzu großer Zuversicht alle Hände voll zu tun, den früheren Versicherungsumfang in den aktuellen Vertrag einzuspeisen. Kosten? Nach oben offen… .

Wenn schon keine Monopolversicherung, eine Pflichtversicherung für alle wäre vernünftig. Ja, eine Pflicht zur Versicherung, weil die drohenden Schäden auf alle verteilt werden sollten. Und weil dann versichert werden muss. Auch für die Versicherer gäbe es einen Kontrahierungszwang. Wie beim Betrieb eines KFZ.  Wenn alle drin sein müssen, wird es für alle günstiger. Bei einem gesetzlich vorgeschriebenen Deckungsumfang hätte ich zudem keinen Stress mehr, mit meinem Versicherer einen vernünftigen Vertrag auszuhandeln.

Den Hausrat müssten wir alle weiterhin besonders versichern. Nur gegen Krieg ist noch kein Versicherungskraut gewachsen. Also: verhindern wir den besser!

Axel Breinlinger

 

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