„Die Dialektiker“ begeistern im Zehntkeller

Veröffentlicht am 28.09.2014 in Veranstaltungen

Das neue Kabarett der Metropolregion feierte bei „SPD-Kultur“ Premiere in Schriesheim. Und was für eine! Die fünf Künstlerinnen und Künstler heizten ihrem begeisterten Publikum während der „geistigen Sportstunde für die Lachmuskulatur“ im Zehntkeller mächtig ein. 

Die Schauspieler Knut Frank, Wencke Matthai, Susanne und Uwe von Grumbkow sowie Pianist Günter Hornung boten fulminantes Kabarett von er hohen Politik des Europagipfels bis hinein in Privateste - das Eheleben. 

In Songs und Sketschen durchleuchteten sie scharfzüngig die Politik im Allgemeinen, Europa, die Männer- und Heimwerkerwelt, das Ehe- und Familienleben, den demographischen Wandel, die Technologisierung unseres Alltags - kurzum jeden Winkel unseres Lebens. 

Zum Auftakt stritten beim „Europoly“-Spielen Angela Merkel (zog die Ereigniskarte „Sie haben den zweiten Platz bei einem Schönheitswettbewerb gewonnen“), Giorgos Samaras („Ziehen Sie vor bis auf Los, nehmen Sie Milliarden aus dem Rettungsfonds ein“) und Silvio Berlusconi („Sie kommen aus dem Gefängnis frei“) ums liebe Geld. Die scharfen Regeln der deutschen Regierungschefin sorgten schließlich dafür, dass die europäischen Partner aus dem Spiel aussteigen wollten.

Einen tiefen Einblick in die Männerwelt boten die im Baumarkt eingeschlossen Knut Frank und Uwe von Grumbkow. Sie lebten in dieser Nacht ihre Heimwerkerträume aus (Wettrennen mit dem Sitzrasenmäher und Minibagger) und klagten sich gegenseitig ihr Eheleid (keine Ruhe auf dem Klo). 

Politisch wurde es dann wieder mit dem Song „Wla, Wla, Wladimir“. Das „Loblied auf den neuen Zaren Russlands“ brachte dessen Persönlichkeit und Politik kabarettistisch und kritische auf den Punkt.

Zurück in den (Ehe)alltag: Wecke Matthais dozierte über den „Homus Ehegattus“. So manche Analyse ihres „besinnlichen Vortrags über die Haltung und Pflege des gemeinen Ehemännchens“ kam den Zuschauern - insbesondere die Zuschauerinnen - wohl sehr bekannt vor - zustimmendes Nicken und Lachen nonstop. 

Bei dieser ständigen Beanspruchung der Lachmuskulatur war es gut, dass sich die Gäste mit „Ursenbacher Kürbissuppe“ von Traudel Edelmann, Hausmacher-Borten und Schriesheimer Wein stärken konnten.  

Die SPD Schriesheim dankt den Dialektikern für diesen grandiosen Auftritt, unserem Publikum für sein Kommen und unseren Helferinnen und Helfern für euren Einsatz. Wir freuen uns aufs nächste Jahr, wenn es wieder heißt „SPD-Kultur“.