SPD-Fahrt nach Verdun

Veröffentlicht am 05.07.2016 in Veranstaltungen

In die Umgebung von Verdun führte dieses Jahr die Fahrt der Schriesheimer SPD. Bei einem solchen Ziel stand natürlich der Besuch der Erinnerungsstätten im Vordergrund, ist die Landschaft um Verdun doch bis heute gezeichnet von den Spuren der Schlacht, die im Februar vor 100 Jahren begann. Randvoll mit Eindrücken waren die zwei Tage in Lothringen, vor allem dank der perfekten Vorbereitung des SPD-Ortsvereinsvorsitzenden Sebastian Cuny und der Ortskenntnis von François Cuny, der nebenbei manche Anekdote darüber beisteuern konnte, wie Deutsche und Franzosen im Allgemeinen so ticken. Wie nahe Kitsch und Gedenken beieinanderliegen können, zeigte sich gleich am ersten Abend beim Besuch der unterirdischen Zitadelle von Verdun, die als Zuflucht für Generalstab und Zivilisten diente, und die mit einer Art historischer Geisterbahn besichtigt werden kann.

Die Gedenkstätte „Mémorial de Verdun“ wurde komplett umgestaltet und im Februar nach 30 Monaten wiedereröffnet. Sie liegt auf dem Gelände des ehemaligen Bahnhofs von Fleury, einem zerstörten Dorf, das während der Schlacht unter großen Verlusten etwa 15 Mal den Besitzer wechselte – Symbol für das sinnlose Sterben so vieler junger Männer. Bei der Minenräumaktion vor dem Umbau fand man täglich Geschosse, teilweise noch scharf, sowie Munition und Granaten aller Art, aber auch die Überreste französischer und deutscher Soldaten. In der neuen Ausstellung läuft man teilweise auf Glasflächen über den allgegenwärtigen Schlamm der trümmerübersäten Schlachtfelder, wodurch diese sehr real werden. Gegenüberstellungen von Soldatenbriefen, französische und deutsche, oft fast im Wortlaut gleich, zeigen die Ähnlichkeiten der Ängste und Gedanken auf beiden Seiten, menschliche Gemeinsamkeiten die weit schwerer wiegen als das Trennende von Sprache und Grenzen. Ein virtueller Rundgang mit Tonbeiträgen auch in deutscher Sprache ist unter www.memorial-verdun.fr/de/ möglich.

Ein weiterer Besuch galt dem Beinhaus von Douaumont, vor dem sich der gewaltige Friedhof mit 16.142 Gräbern französischer Soldaten erstreckt. Im Gebäude selbst liegen die Knochen von 130.000 Soldaten beider Nationalitäten, die nicht mehr identifiziert werden konnten, im Tode vereint. Ebenfalls beeindruckend war der Rundgang auf und in der Festung von Douaumont, die sich von Februar bis Oktober 2016 in deutscher Hand befand. Nach all den Eindrücken davon, was Menschen einander antun können, war eine Bootsfahrt auf der Meuse (Maas) bei strahlendem Sonnenschein ein sehr wohltuender Ausklang, und die französische Küche trug natürlich das ihre dazu bei, die allgemeine Stimmung anzuheben.

Fazit: Wer diese Stätten besucht, weiß wieder, was wir an der EU haben.

Birgit Schall

 

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